Ein Gesicht sagt mehr als 1000 Worte.

Oft sieht man sieht uns auf den ersten Blick an, wie wir uns fühlen. Und nicht weniger oft, wer wir sind. Oder eben auch nicht sind. Nonverbale Kommunikation, unsere Körpersprache, kann unserem Gegenüber einen Eindruck vermitteln, mit wem er oder sie es gerade zu tun hat. So sprechen wir ganz ohne Worte eine klare Sprache. Positiv rüberkommen? Kann man üben!

Verschränkte Arme, eine hochgezogene Augenbraue, ein scheinbar lässiges Zurücklehnen – was uns Gesten, Haltungen und Bewegungen wie diese über uns und andere erzählen, füllt ganze Bücher. Nicht ohne Grund, ist doch die Palette nonverbaler Ausdrucksmöglichkeiten gigantisch groß und umfasst alles, was außerhalb von Sprache und Stimme liegt. Denn auch wenn diese Kommunikationsmittel nicht zum Einsatz kommen, kommunizieren wir ständig.

„Wir können nicht nicht kommunizieren.“

Paul Watzlawick, Philosoph und Kommunikationswissenschaftler

Wenn es also so etwas wie eine Grammatik der Gesten gibt, dann sollten wir uns unbedingt in einer Art nonverbalem Wörterbuch kundig machen – um nicht andere mit unserem intuitiven Handeln vor den Kopf zu stoßen. Gerade auch, weil wir in einer Vielzahl der Fälle Gesten ganz unbewusst verwenden, geben wir damit doch teilweise unsere Gedanken und Gefühle preis.

Es steht uns ins Gesicht geschrieben

Eine gute Miene – kann man machen. Ob sie dann auch glaubwürdig ist? Vieles was in uns vorgeht, hat direkten Einfluss auf die Ausdrucksbewegungen unseres Gesichtes. Und schon kleinste Mimikänderungen haben oftmals eine ebenso große Ursache wie Wirkung, wie US-Forscher herausgefunden haben: So zeigt sich eine eindeutige Beziehung zwischen der Bewegung der Gesichtsmuskeln und den zugrunde liegenden Gefühlen der Menschen.

Selbstbeobachtung

Sich selbst zu beobachten, gibt uns die Möglichkeit unserem Mienenspiel eine positive Ausrichtung zu geben. Dabei ganz wichtig: Natürlich bleiben!

Zu viele oder übertrieben emotionale Gesichtsausdrücke wirken schnell aufgesetzt und einstudiert. Grundsätzlich öffnet uns aber eine positive Mimik viele Türen und sorgt für Sympathie bei unseren Mitmenschen. Ein Lächeln signalisiert eine positive Haltung und wird sogar gehört, wenn man es am Telefon einsetzt.

Zu viele oder übertrieben emotionale Gesichtsausdrücke wirken schnell aufgesetzt und einstudiert. Grundsätzlich öffnet uns aber eine positive Mimik viele Türen und sorgt für Sympathie bei unseren Mitmenschen. Ein Lächeln signalisiert eine positive Haltung und wird sogar gehört, wenn man es am Telefon einsetzt.

Doch auch beim Lächeln gilt: Immer mit Maß und Ziel – denn ein „Dauergrinsen“ kann unnatürlich und sogar verstörend auf das Gegenüber wirken.

Die Sprache unserer Hände

Bei anderen fällt es uns oft mehr auf, als bei uns selbst: Nicht nur mit Worten sondern gerade auch mit Gesten bringen wir – der eine mehr, der andere weniger – zum Ausdruck, wie es uns gerade geht. So senden wir mit den Händen bewusst oder unbewusst Signale, die andere wahrnehmen.

Dabei durchaus positiv: Mit Händen und Füßen kann man sich auch verständigen, wenn man die Sprache des anderen nicht versteht. Diese Art der nonverbalen Kommunikation kann im eigenen Sprachraum aber zu viel sein: Wer wild und mit ausladenden Bewegung gestikuliert, wirkt nicht sachlich und souverän.

Bewusst eingesetzt, unterstreichen Gesten was wir sagen oder vermitteln wollen. Dauerhaft angewendet wirken Gesten einstudiert oder aufgesetzt – wobei ansonsten negativ besetzte Gesten durchaus auch einmal ihre Berechtigung haben können.

Verschränkte Arme bedeuten nicht immer eine Abwehrhaltung, sondern dürfen in Zeiten des Abwartens durchaus einmal zum Zuge kommen.

Alles eine Frage des Kontext eben.

Einfache Dos und Don‘ts bei Mimik & Gestik

+ Natürliches Lächeln

+ Hände locker am Körper

+ Zustimmende Gesten

+ Körper zum Gesprächspartner
zuwenden

– Gebeugte Körperhaltung

– Blickkontakt vermeiden

– ausladende Gesten

– verschränkte Arme