Bewusst lecker essen.

„Du bist was Du isst!“ hat wohl jeder schon einmal gehört – aber anders als bei so manchem augenzwinkernden Sprichwort steckt eine Menge Wahrheit für unsere Gesundheit darin. Was wir essen hat einen wesentlichen Einfluss auf unser körperliches, aber auch auf unser seelisches Wohlbefinden. Aber wie genau sollen wir uns ernähren, um – im wahrsten Sinne des Wortes – in den Genuss dieser positiven Effekte zu kommen?

Sich bewusst und gesund zu ernähren bedeutet in erster Linie: Wählerisch sein – um Deinem Körper so alle lebenswichtigen Nährstoffe in Form der richtigen Vitamine und Mineralstoffe zukommen zu lassen. Dazu bedarf es keiner überteuerten Nahrungsergänzung, sondern schlicht und einfach einer Auswahl möglichst naturbelassener Lebensmitteln. Allerdings gehört schon ein bisschen mehr dazu, als täglich eine Karotte zu knabbern. 

Die Mischung macht’s!

Die Experten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) haben einige Regeln in Sachen gesunder Ernährung aufgestellt, die Dir einen Fahr- und Speiseplan auf dem Weg zu noch mehr Wohlbefinden geben:

  • Abwechslungsreicher Speiseplan mit einem Großteil pflanzlicher Nahrungsmittel
  • Ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Vollkornprodukte, aber auch Kartoffeln
  • Täglich Obst und Gemüse, am besten frisch verzehrt
  • Tierische Produkte wie Milch, Fleisch, Wurst, Eiern und Fisch in Maßen konsumieren
  • Überwiegend pflanzliche Fette konsumieren
  • Wenig Salz und Zucker verzehren
  • Ausreichend viel trinken – mindestens 1,5 l täglich (Mineralwasser, ungesüßter Tee)
  • Nahrungsmittel schonend zubereiten (zum Beispiel Gemüse mit wenig Wasser und bei niedrigen Temperaturen kochen)
  • Genussvoll, langsam und bewusst essen

Aber nicht nur indem wir uns an die eine oder andere Regel halten, soweit es unser Alltag zulässt, können wir uns Gutes tun. Bei der Auswahl von Lebensmitteln gibt es einige, die sich als besonders gesund erweisen – und die wir darum regelmäßig verzehren sollten. Sie zeichnen sich durch eine hohe Nährstoffdichte aus und sind gleichzeitig arm an Bestandteilen, die sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken können.

Superfood muss nicht superteuer sein

Natürlich sind Goji-Beeren und Chia-Samen nicht verkehrt für eine gesunde Ernährung, aber etwas weniger exotisch (und kostspielig) tut es auch. Dazu haben wir einige sehr gesunde, gängige und Großteils heimische Lebensmittel für Dich, die es im positivsten Sinne in sich haben – und die dabei auch noch „gesünder“ für unsere Umwelt und unser Klima sind:

Brokkoli

Brokkoli gehört zu den gesündesten Gemüsesorten der Welt. In ihm stecken zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe. 45 Gramm Brokkoli decken bereits 70 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin C. Vitamin K, Folsäure, Kalium und andere Mineralstoffe finden sich in diesem Gemüse ebenfalls in hohen Mengen.

Grünkohl

Grünkohl erlebt seit einigen Jahren sein Comeback als trendige Zutat für grüne Smoothies – aus gutem Grund: In 100 Gramm Grünkohl steckt das Doppelte des Tagesbedarfs an Vitamin C, das Dreifache des Tagesbedarfs an Vitamin A und mehr als zehn Mal so viel Vitamin K, wie wir täglich benötigen. Gleichzeitig ist er eine Quelle für Calcium, Magnesium, Kalium, Kupfer und weitere Nährstoffe.

Blaubeeren

Die Blaubeere ist ohne zu übertreiben die beste aller Beerenfrüchte – was zum einen mit ihrer hohen Nährstoffdichte zu tun hat, zum anderen auch mit ihrem antioxidativen Potenzial, mit dem sie freie Radikale in unserem Körper unschädlich machen.

Fettreicher Fisch

Mit ihrem hohen Gehalt an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren zählen fettreiche Seefische wie Lachs, Hering, Makrele und Sardinen zu den gesündesten tierischen Lebensmitteln – weshalb die Deutsche Gesellschaft für Ernährung den Verzehr von 70 Gramm fettreichem Fisch an ein bis zwei Tagen pro Woche empfiehlt.

Knoblauch

Mit seinem hohen Gehalt an Vitamin C, B1 und B6, Mangan, Kupfer, Selen und Kalium zählt Knoblauch zu den gesunden Lebensmitteln. Mit seinen Inhaltsstoffen schützt er vor Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Walnüsse

Als Quelle für gesunde Fettsäuren und Ballaststoffe steckt in unseren heimischen Walnüssen ein großes Gesundheitspotenzial. Darüber hinaus sind sie leckere Lieferanten für Vitamine und Mineralien wie Kupfer, Folsäure, Phosphor und Vitamin E.

Vollkorngetreide

Als ausgezeichnete Lieferanten für Mikronährstoffe und komplexe Kohlenhydrate zählen Getreidesorten wie Dinkel oder Hafer zu den gesunden Lebensmitteln – und versorgen uns beim Verzehr als Brot oder Frühstücksflocken mit Ballaststoffen und Nährstoffen wie Folsäure, Vitamin B2, Vitamin B6, Zink, Eisen und Magnesium

Hülsenfrüchte

Bohnen, Kichererbsen, Linsen, grüne Erbsen und auch Sojaprodukte können einen wertvollen Beitrag zu unserer gesunden Ernährung leisten – stecken sie doch voller Eiweiß, Ballaststoffe und B-Vitamine. Sie zählen darüber hinaus zu den besten pflanzlichen Eisenquellen.

Kartoffeln

Die tolle Knolle hat uns bei aller Alltäglichkeit einiges an gesunden Inhaltsstoffen zu bieten: Neben beträchtlichen Mengen an Kalium, Magnesium, Kupfer und Mangan sind Kartoffeln auch ein sehr guter Vitamin C-Lieferant. Darüber hinaus zählen die stärkehaltigen Alleskönner zu den am besten sättigenden Lebensmitteln der Welt.

Leinsamen

Als einer gesündesten Fettquellen versorgen uns Leinsamen mit viel pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren, sind aber auch eine gute Quelle für Vitamin B1, Kupfer und Magnesium. Durch ihren hohen Ballaststoffgehalt unterstützen sie zudem unsere Verdauung.

Haben wir Dir mit unseren Tipps Appetit auf eine bewusste und gesündere Ernährung gemacht? Für alle, die jetzt auf den Geschmack gekommen sind und gleich noch mehr erfahren möchten, haben wir nachfolgend eine Liste mit interessanten und relevanten Podcasts rund um dieses Thema zusammengestellt: